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Rote Mützen? Grüne Kappen! «Aktion-72-Stunden» in Winterthur

23.01.2020

Rote Mützen sind das Markenzeichen der Heinzelmännchen, die, wie das Märchen erzählt, den Menschen viel Gutes getan haben. Als Gartenzwerge mit langen Bärten fristen sie noch ein einsames Dasein in Baumärkten und einzelnen Vorgärten. Am vergangenen Wochenende und bereits seit Donnerstag wimmelte es in Winterthur von grünen Kappen: Kinder und Jugendliche von Pfadi Hartmannen und Blauring Winti wuselten und werkelten, bastelten und malten, buken und verkauften im Rathausdurchgang in Pfadiheim Breite, im Pfarreiheim Herz Jesu.

Die „Aktion 72 Stunden“ hatte sie und die anderen geschätzten 15000 Jugendlichen in der ganzen Schweiz in Bewegung gesetzt. Die fast einhundert Kinder und Jugendlichen aus Winterthur standen vor der Aufgabe, innert zweiundsiebzig Stunden ein Projekt zu entwickeln und durchzuführen. Das Motto hier vor Ort: „Kinderzimmer“. Dazu wurden alle Register gezogen, galt es doch, Kunstwerke zu gestalten und gewinnbringend zu vermarkten. Es war ein richtiges Feuerwerk der Kreativität: Gemälde, Skulpturen, Tanzdarbietungen, kulinarische Kunstwerke in Form von duftenden Zöpfen und Schoggikuchen nahmen Gestalt an, und wurden verkauft. Voller Einsatz an allen Orten, immer mit dem Blick auf die laufende Uhr. Hände und Arme und Beine immer in Bewegung und natürlich…Grüne Kappen mit dem Logo der Aktion 72 Stunden als gemeinsames Erkennungszeichen. 

„Kinderzimmer“, das Motto galt auch für das Ziel der Aktion. Mit dem Erlös, so haben es sich die Jugendverbände vorgenommen, sollte der Verein VIWO, (Vinzenz Wohnen) hier in Winterthur unterstützt werden, der anerkannten Flüchtlingen bei der Wohnungssuche und Vermittlung hilft. In knapp fünf Jahren konnten so bereits siebenundneunzig Wohnungen vermittelt werden, wie die Präsidentin, Zita Haselbach, erläuterte. Voll Freude durfte sie auch das Ergebnis von zweiundsiebzig Stunden freiwilliger Arbeit entgegen nehmen. Der Erlös belief sich auf stolze Fr. 5000. Es ist nicht nur die berühmte Spende für den guten Zweck. Die Kinder und Jugendlichen haben sich mit der Situation von Menschen auseinander gesetzt, die in einem fremden Land und einer fremden Kultur angekommen sind und einen Raum zum Leben brauchen. Sie haben dieses Anliegen zu ihrem eigenen Anliegen gemacht. Sie haben gemeinsam organisiert und geplant, gearbeitet und gestaltet. „Freiwilligenarbeit“ und „Ehrenamt“ gehören nicht zum Wortschatz der Jugendlichen, sie hatten einfach Freude an ihrem Tun.

„Den Startschuss zum Projekt gab am Donnerstag im Bundeshaus Ständerats-präsident Hans Stöckli (SP/BE). Unterstützt wird die Aktion von weiteren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter Verteidigungsministerin Viola Amherd, Arbeitgeber-Präsident Valentin Vogt und Economiesuisse-Präsident Heinz Karrer.“ (Telebasel) In Winterthur besuchte der Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes, Valentin Vogt den Anlass und zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Kinder und Jugendlichen. Für die Gesellschaft ist ehrenamtlicher Einsatz in Verbänden, Vereinen, Kirchen und sozialen Einrichtungen ein tragendes Element, der „Leim, der das soziale Leben zusammen hält. Auch diese Gedanken werden die Hauptakteure kaum belasten. Sie waren zufrieden und müde, als sie mit ihren Eltern vom Schlusspunkt nach Hause gingen.

Am Montag waren einige Kinder und Jugendliche in der Schule oder am Ausbildungsplatz vielleicht nicht so wach und man wird die grünen Kappen noch verschiedentlich sehen… Wichtig ist, was diese jungen Menschen gelernt haben. Das bleibt!

Klaus Meyer, Pfarrer (für die Rubrik «Glaubenssache», Winterthurer Zeitung, 23.01.2020)